Saisonrückblick 2000/01 – Platz 12 Verbandsliga/Relegation und Abstieg
Optimistisch startete man in die Saison 2000/01 und wohl kaum einer hätte es für möglich gehalten das es ein solches „Seuchenjahr“ wurde, das am Ende mit dem Abstieg aus der Verbandsliga endete. Die Mannschaft zum Vorjahr kaum verändert (Mates und Schindler kamen aus der eigenen Jugend dazu) startete schlecht in die Saison, konnte erst am 5. Spieltag erste Punkte einfahren, aber auch in der Folge wollte es einfach nicht laufen. Am Ende wuchs der Druck und in den wichtigen Schlussminuten entscheidender Spiele versagten ein ums andere Mal die Nerven. Mühsam wurde am Ende der 12. Platz gesichert der Vor und nach diesem Jahr immer zum Klassenerhalt gereicht hatte. Doch in diesem Jahr war alles anders. NAchdem der Klassenerhalt als gesichert schien wurden Relegationsspiele angesetzt. Der VfB traf zunächst in fremder Halle auf den MSV 90 Magdeburg und erwischte einen Rabenschwarzen Tag, mit 10 Toren verlor man in Magdeburg. Die Situation schien ausweglos, doch im Rückspiel führten die Lauchstädter schließlich ihrerseits mit 10 Toren, die durch mehr erzielte Auswärtstore gereicht hätten. Kurz vor Ende kam es schließlich anders, Magdeburg verkürzte auf 9 und der VfB musste den bitteren Weg in die Bezirksliga antreten.
08.09.2000
Auch auswärts punkten
VfB Bad Lauchstädt optimistisch vor dem Start
Bad Lauchstädt/MZ. Mit dem erreichten 9. Tabellenplatz in der vergangenen Verbandsligasaison waren die Bad Lauchstädter Handballer zwar auf einem einstelligen Tabellenplatz, konnten aber mit der Endplatzierung doch nicht zufrieden sein. Durch einen sehr guten Start mit einer homogenen Mannschaft stand der VfB acht Spieltage an der Tabellenspitze der Verbandsliga. Doch durch Verletzung und den Weggang des wurfgewaltigen Rückraumschützen Peter Storch (6 Monate Bundeswehr in Kroatien) verlor die Mannschaft schon zum Ende der Hinrunde an spielerischer Substanz. Wurden die Heimspiele fast immer gewonnen (bis auf den HC Halle II), so fehlte es auswärts an der nötigen Cleverness. Sicher geglaubte Punkte gab man durch Leichtsinnsfehler in den letzten Spielsekunden noch aus der Hand. So war man zu Hause zwar eine Macht, aber auswärts fast immer ein Punktelieferant. Diese Nervosität in den Auswärtsspielen sollte in der neuen Saison unbedingt abgelegt werden. Mit einer Mannschaft aus erfahrenen und jungen Spielern will der Spielertrainer Klaus- Jürgen Schönburg die neue Saison angehen. Das Durchschnittsalter beträgt 28 Jahre. Die Heimspiele werden alle in der Germania-Sporthalle Schafstädt ausgetragen. Anwurfzeit zu den Heimspielen ist immer 16.30 Uhr.
Zugänge: Norman Schindler, Stefan Mates (beide eigener Nachwuchs), Peter Storch (ist aus Kroatien zurück).
Abgänge: Mathias Hoffmann (Fußball), Jens Franke
11.09.2000
Handball-Verbandsliga
Auswärtsniederlage für VfB Bad Lauchstädt und Friesen
Beide Mannschaften knüpfen leider nicht an die guten Vorbereitungsspiele an
TSV Reichardtswerben – VfB Bad Lauchstädt 31:26 (15:13). Mit einem furiosen Start lagen die Lauchstädter nach sieben Minuten mit 4:0 in Front. Doch der Verbandsligaaufsteiger ließ sich davon nicht schocken. Der Gastgeber kämpfte sich langsam heran. In der 18. Spielminute war es dann soweit, Reichardtswerben glich zum 8:8 aus und ging anschließend mit 9:8 in Führung. Bad Lauchstädt baute mit seinen Fehlern den ehrgeizigen TSV immer mehr auf. So wurde aus einer Vier-Tore-Führung ein 13:10-Rückstand. Zu wenig Laufbereitschaft im Angriffsspiel und eine schwache Abwehr waren mit ausschlaggebend für diesen Spielstand. Bis zur Pause konnte man sich noch auf 13:15 herankämpfen.
Nach dem Wiederanpfiff zog der Gastgeber schnell auf 17:14 in Front. Jetzt erwachte der VfB wieder. Durch aggressivere Deckungsarbeit brachten sie den Gastgeber aus seinem Spielrhythmus. In der 37. Minute glichen die Lauchstädter zum 17:17 aus und waren wieder spielbestimmend. Die Gäste gingen mit 20:18 in Führung. Doch das war es dann auch schon wieder. Die Reichardtswerbener waren diesmal clever genug, sich den Vorsprung, nicht mehr aus den Händen nehmen zu lassen. Die Lauchstädter hatten in jeder der beiden Spielhälften Konzentrationsschwächen, die hauptsächlich für die zum Schluss noch sehr hohe Niederlage ausschlaggebend waren.
VfB spielte mit: Storch (8), Schmädicke (4), Utz Schönburg (3), Wusterhausen (2), Schindler (2), Kl.-J. Schönburg (2), Bornschein (2), Zietemann (2), Pohl (1), Kelling, Mates
18.09.2000
Handball-Verbandsliga
Die Friesen konnten noch höher gewinnen
VfB gibt in den Schlussminuten Führung noch aus der Hand
VfB Bad Lauchstädt – PSV Halle 26:26 (13:17). Mit einer Rumpftruppe von nur sieben Feldspielern ging trat der VfB an. Der Gast übernahm sofort das Zepter. Die Gastgeber hatten den variablem Spielsystem der Hallenser nicht viel entgegen zu setzen. Der VfB lag nach sieben Minuten mit 1:5 zurück. Später kamen die Lauchstädter wieder ins Spiel. Die Abwehr stand sicherer und im Angriff war man erfolgreich. Beim Stand von 15:11 für die Gäste wurde das Spiel härter. Einseitige Schiedsrichterentscheidungen (für PSV) brachten die Emotionen hoch. Kurz vor der Pause bekam Spielertrainer Klaus-Jürgen Schönburg die rote Karte (auf der Gegenseite nur eine zwei Minuten-Strafe). Mit der Einwechslung des Torwarts Udo Hein dann die Wende. In der 54. Minute ging der VfB erstmalig in Führung. Der VfB baute den Vorsprung auf 26:23 aus. Doch zum Schluss gab man die Führung wieder aus den Händen.
VfB Bad Lauchstädt: Kelling, Hein; Zietemann (8), Schmädicke (7), Utz Schönburg (4), K.-J. Schönburg (3), Pohl (2), Mates (2), Schindler.
27.09.2000
Zwei Punkte verschenkt
Raguhn – Lauchstädt 24:22
VON UNSEREM MITARBEITER RÜDIGER SCHMÄDICKE
Raguhn/MZ. Erneut gab es eine Auswärtsniederlage, die nicht hätte sein müssen. Die VfB-Handballer waren in der Anfangsphase übernervös. Im Angriff wurden zu viele technische Fehler gemach. Der Gastgeber legte ein Tor vor, und die Lauchstädter zogen nach. Das Spiel verkrampfte zum Ende der ersten Halbzeit immer mehr und wurde nun auf beiden Seiten sehr hart geführt. Mit 12:10 für Raguhn ging es in die Pause.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild, die Lauchstädter wollten, doch es fehlte der nötige Biss. Die Raguhner nutzten die Unsicherheit aus und gingen mit 17:13 in Front. Dann aber kamen die Lauchstädter. Das Team glich in der 50. Minute zum 17:17 aus. Die Goethestädter zogen auf 21:19 davon. Durch einen Siebenmeter hatten sie die Chance, mit drei Toren in Front zu gehen, doch man vergab. Was jetzt folgte war wieder ein Rückfall zu alter Schwäche, man verschenkte zum Ende beide Punkte.
VfB spielte mit: Kelling, Hein; Pohl, Mates, Schindler, Storch (je 1), Utz Schönburg, K.-J. Schönburg (je 2), Schmädicke (3), Zietemann (4), Wusterhausen (8).
02.10.2000
Handball-Verbandsliga
Lauchstädt gewinnt die ersten Doppelpunkte
Frankleben verliert gegen den Tabellenführer
VfB Bad Lauchstädt – HC Halle II 27:24 (13:10). Der VfB brauchte in dieser Begegnung sehr lange ehe er zu seinem Spiel fand. Die Gastgeber waren im Spielaufbau zu hektisch und schlossen ihre Angriffe immer wieder überhastet ab. Mit mehreren Glanzparaden des Lauchstädter Torhüters Kelling baute er seine Vorderleute auf. Der VfB übernahm die Initiative und ging mit 5:2 in Front. Danach war das Auslassen von Torchancen angesagt. Schlechte Torwürfe, ausgelassene Kontermöglichkeiten und technische Fehler bewirkten, dass die Gäste aus dem Rückstand eine Führung erzielten. Doch der VfB zeigte dieses Mal in der entscheidenden Situation Kampfgeist. Ein starker Utz Schönburg am Kreis setzte das Zeichen zum Angriff. Bis zur Pause konnten sich die Lauchstädter auf 13:10 absetzen. Dieser Vorsprung wurde auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr aus der Hand gegeben. Aus einer sicheren Abwehr heraus wurden die Angriffe fast immer erfolgreich abgeschlossen. Der VfB behielt bis zum Schluss kühlen Kopf und gewann die ersten zwei Pluspunkte.
VfB spielte mit: Kelling, Hein; Mates, Pohl, Bornschein, Schindler (je 1), Zietemann (2), Storch, Schmädicke, K.-J. Schönburg (je
4), U. Schönburg (5), Wusterhausen (6).
09.10.2000
Handball-Verbandsliga
Lauchstädter glücklos beim Spitzenreiter
Friesen mit großen personellen Sorgen und der bekannten Abwehrschwäche
Jessener SV 53 – VfB Bad Lauchstädt 24:20 (13:9). Gegen den Spitzenreiter zeigten die Lauchstädter eine kämpferisch geschlossene Mannschaftsleistung. Bad Lauchstädt spielte aus einer sicheren Abwehr heraus und hatte viermal hintereinander Pech, als man nur den Torpfosten traf. Im Gegenzug nutzten die Gastgeber die Kontermöglichkeiten und brachten sich mit 9:5 in Front. Diese unglücklichen Pfostenwürfe waren die spielentscheidenden Momente. Der Gastgeber profitierte vom Pech der Lauchstädter, denn sonst konnte man keinen spielerischen Unterschied zwischen beiden Mannschaften erkennen. In der zweiten Halbzeit wurde es ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften. Kam der VfB heran, legte Jessen wieder vor. Beim Stand von 22:19 kam noch einmal Hoffnung beim VfB. Doch jetzt zahlte sich der Heimnimbus aus. Den Lauchstädtern wurden drei erzielte Tore zurückgepfiffen, und es gab dafür einen Freiwurf. In diesem Spiel war für den VfB mehr drin gewesen.
Lauchstädt mit: Kelling, Marx; Storch (8), Wusterhausen (4), Schmädicke (3), Bornschein (2), Pohl, Utz Schönburg und Kl.,-J. Schönburg (je 1), Mates, Schindler.
16.10.2000
Handball
Lauchstädt besiegt den Tabellenzweiten
HSG Querfurt-Schraplau gewinnt Kreisderby in der Bezirksliga
Verbandsliga. VfB Bad Lauchstädt – Anhalt Bernburg II 26:24 (13:11) . Eine überzeugende spielerische Leistung bot der VfB gegen den Tabellenzweiten Bernburg. Nach anfänglichem Abtasten beider Mannschaften übernahm der Gastgeber immer mehr das Zepter. Aus einer sicheren Abwehr heraus wurden die Angriffe nach vorn gespielt. In der 18. Minute konnte sich der Gastgeber mit 9:6 absetzen. Jetzt wurden aber zu viele Chancen vergeben, sich noch deutlicher abzusetzen. Das führte wieder einmal dazu, dass die Bernburger den Anschlusstreffer schafften. Teilweise wurden die Angriffe zu unüberlegt abgeschlossen und aus unnötigen Positionen geworfen. Nach dem Seitenwechsel lief das Lauchstädter Spiel auf Hochtouren. Die Gäste fanden gegen das variable Angriffsspiel der Lauchstädter keine Einstellung. Der Vorsprung wurde auf 19:14 ausgebaut. Einen entscheidenden Anteil an dieser Führung hatte der Lauchstädter Torhüter Kelling. Mit seinen Glanztaten brachte er die Gäste zur Verzweiflung. In der Schlussphase wechselte der VfB zu oft und brachte sich damit aus dem Spielrhythmus. Die Bernburger kamen noch einmal bis auf ein Tor heran und bekamen in der 59. Minute einen Siebenmeter. Doch Kelling verhinderte den Ausgleich, und im Gegenzug stellte der ebenfalls stark spielende Wusterhausen den Endstand her.
Bad Lauchstädt mit: Kelling, Marx, Mates, Pohl, Schindler, Bornschein (1), K. J. Schönburg, Schmädicke (3), Utz Schönburg/Zietemann (je 4), Storch (5), Wusterhausen (7).
23.10.2000
Handball
Bad Lauchstädter drücken dem Spiel ihren Stempel auf
Friesen mit Personalproblemen – Schkopau alleiniger Spitzenreiter
SV Steuden – VfB Bad Lauchstädt 23:27 (11:15). Nach einer schnellen Lauchstädter 2:0-Führung verkrampfte das Spiel der Gäste. Die Steudener kamen zum Ausgleich und wollten dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Doch der VfB fand sich dieses Mal recht schnell wieder ins Spielgeschehen hinein und legte einen 6:3-Vorsprung hin. Die Lauchstädter kontrollierten jetzt die Begegnung. Aus einer sicheren Abwehr heraus und einem wieder stark haltenden Torhüter Kelling trug der VfB seine Angriffe nach vorn. Einziges Manko war im Abschluss die noch zu große Fehlerquote. Im zweiten Abschnitt übernahm der VfB das spielerische Zepter. Steuden bemühte sich zwar, konnte aber an das Niveau der Bad Lauchstädter in keiner Weise rankommen. Im Angesicht der spielerischen Überlegenheit und einer 17:12-Führung schlich sich der Schlendrian bei den VfB-Spielern ein. Der Gastgeber nutzte die Gunst der Stunde und warf sich zum 16:17 heran. Eine Standpauke des Trainers rüttelte die Goethestädter im rechten Moment wieder wach. Man setzte sich mit 22:17 ab. In dieser Phase überzeugten vor allem Utz Schönburg, der am Kreis nicht zu halten war, und aus dem Rückraum Frank Zietemann. Nach dem 26:20 für die Lauchstädter kurz vor Ende des Spieles war die Spannung raus aus diesem Derby. Der VfB tat nur noch das Nötigste.
VfB mit: Kelling, Marx, Pohl, Kl.-J. Schönburg, Schmädicke (1), Mates (1), Schindler (2), Wusterhausen (3), Bornschein (4), U. Schönburg (4), Storch (5), Zietemann (8).
30.10.2000
Handball-Verbandsliga
Kurze „Auszeit“ fast noch bestraft
Bad Lauchstädt – TuS Radis 20:17 (11:8)
VON UNSEREM MITARBEITER RALF SCHMÄDICKE
Bad Lauchstädt/MZ. Mit dem dritten Sieg für die Lauchstädter hat die Mannschaft jetzt ein positives Punktekonto. In dieser Begegnung überwog das kämpferische Element auf beiden Seiten. Dominierend waren beide Abwehrreihen, die kaum ein Wurf aus dem Rückraum gestatteten. Dadurch wurde immer wieder versucht, sich zum Kreis „durchzuwühlen“. Der VfB setzte sich in der Anfangsphase schnell mit 3:0 ab und hätte durchaus diesen Vorsprung noch ausbauen können. Doch Leichtsinnsfehler brachten die Gäste immer wieder ins Spiel und zu den Toren. Beim Stand von 4:3 für den Gastgeber war es erneut der Lauchstädter Torhüter Kelling, der den Gästen 100%ige Würfe entschärfte. Seine Mitspieler bedankten sich mit Kontertoren und einer daraus resultierenden 8:4-Führung. Diese wurde nun bis zur Pause gehalten. Nach dem Seitenwechsel änderte sich in dieser Begegnung hinsichtlich spielerischer Qualität nichts. Die Radiser begannen druckvoller und zeigten deutlich mehr Drang zum Lauchstädter Tor. Beim VfB indes häuften sich in dieser Phase die Fehler. Die Gäste nutzten das konsequent aus und kamen in der 41. Minute zum 12:13-Anschlusstreffer. Jetzt war es ein ständiges Hin und Her zwischen beiden Teams. Beim Stand von 15:15 hielt der Lauchstädter Torwart einen Strafwurf. Endlich wurde der Gastgeber wieder munter und machte drei Tore hintereinander. Diesen Vorsprung ließen sich die Goethestädter bis zum Schlusspfiff nun nicht mehr aus der Hand nehmen.
VfB Bad Lauchstädt mit: Kelling, Marx, Mates, K.-J.- Schönburg, Utz Schönburg, Schindler (1); Pohl, Schmädicke (je 2); Zietemann (3); Bornschein (4); Wusterhausen (7).
06.11.2000
Handball Verbandsliga
Match kontrolliert und um den Erfolg gebracht
GW Wittenberg – VfB Lauchstädt 26:20 (12:12)
VON UNSEREM MITARBEITER RÜDIGER SCHMÄDICKE
Wittenberg/MZ. Der VfB Bad Lauchstädt hatte in der Anfangsphase viel Respekt vor den Gastgebern. Die Wittenberger spielten sehr schnell und kamen mit einfachen Anspielen zum Torerfolg. Erst als Mitte der ersten Halbzeit, beim Stand von 8:4, die Abwehr sicherer stand, fand der VfB ins Spiel zurück. Endlich wurden in die freien Räume gezogen und Tore geworfen. Die Wittenberger verstärkten jetzt noch mehr ihr körperbetontes Spiel. Sie gingen zuerst den Gegner an und versuchten dann in Ballbesitz zu kommen. Der VfB ließ sich nicht anstecken. Kurz vor Ende der Halbzeit, als die Lauchstädter das Spiel kontrollierten, gab es durch die schwachen Schiedsrichter eine rote Karte gegen R. Pohl. In der zweiten Halbzeit war es dann kein Handball mehr, sondern nur noch eine „Knüppelei“. Der VfB kontrollierte jetzt weiterhin das Spiel und lag mit 15:14 in Führung. Doch zwei technische Fehler brachten die Hausherren wieder in Front. Als auch noch Utz Schönburg die rote Karte (berechtigt) bekam, war das spielerische Potential der Gäste erschöpft.
VfB spielte mit: Marx, Kelling; Mates, Schreiber, Utz Schönburg (2), Pohl (2), Zietemann (2), Schindler (3), Schmädicke (3),
Wusterhausen (4), Kl.-J. Schönburg (4).
27.11.2000
Handball-Verbandsliga
Sieg verschafft Friesen etwas Luft
Verdienter Franklebener Erfolg im Kreisderby über Bad Lauchstädt – Querfurt-Schraplau holt Remis
VON UNSEREM MITARBEITER HEINZ BÖTTGER
SV Friesen Frankleben – VfB Bad Lauchstädt 31:26 (15:11). Die Erleichterung war dem Friesen-Coach Heiko Plaul nach dem Schlusspfiff anzumerken. Mit einem klaren Sieg im Kreisderby hatten sich seine Schützlinge etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. „Der Erfolg war ungemein wichtig, auch im Hinblick auf die nervliche Verfassung der jungen Spieler, denn schließlich werden die kommenden Aufgaben nicht leichter“, zog er ein erstes Fazit. Zwar führten die Gäste nach einem Fernwurf von Utz Schönburg in der ersten Minute mit 1:0, aber danach setzten die Friesen die Akzente. Große Nervosität, Fehlabspiele und Deckungslücken auf beiden Seiten waren in der Anfangsphase nicht zu übersehen. Vor allem die Lauchstädter Abwehr hatte Orientierungsprobleme, zunächst in der Mitte, dann später auf den Außenpositionen. Ausdruck dessen war in der siebten Minute ein Tor des nur mittelgroßen Franklebeners Daniel Rähme über die VfB-Deckung hinweg. Die Gäste gaben sich nicht auf. Immer angetrieben von Klaus-Jürgen Schönburg suchte man den Torerfolg. Das Angriffsspiel der Goethe-Städter litt sicher unter dem Fehlen der verletzten Storch und Bornschein, die immer für Tore gut sind. Dies fiel stärker ins Gewicht, als der Ausfall von Langner auf Friesenseite.
Nach dem Ausgleich zum 5:5 (14.) durch Frank Zietemann, der einen Konter erfolgreich abschloss, rissen die Friesen das Spiel wieder an sich. Die Toreflut in einem insgesamt recht fairen Kreisderby setzte sich nach der Pause fort. Der VfB war offenbar noch in der Kabine, als die Gastgeber bis zur 38. Minute den Vorsprung auf sechs Tore aufbauten (21:15). Die Treffer fielen auch danach weiter im Minutentakt. Tempo war Trumpf auf beiden Seiten, allerdings mit dem Hang zur Hektik. Die Friesen legten immer wieder nach, wenn der VfB den Toreabstand verkürzte. Sicher waren sich die Plaul-Schützlinge aber erst, als in der 57. Minute der überzeugende Sven Vormelchert zur 29:25-Vorentscheidung traf. Im zweiten Abschnitt verbesserten vor allem die zwei Rückraumschützen Dirk Mohaupt (Friesen) und Frank Zietemann (VfB) ihr Torkonto. Entscheidend für den Ausgang der Begegnung war auch, dass die beiden Lauchstädter Torhüter nicht ihren besten Tag hatten, einige haltbare Bälle passieren ließen. VfB-Spielertrainer K.-J. Schönburg war zwar über die Niederlage nicht gerade erfreut, aber nach seiner Aussage liegen die Lauchstädter noch im Punktesoll (11). „Noch zwei Zähler wollen wir bis zur Halbserienpause einfahren, dies muss uns bei den Heimspielen gelingen“, schaute er voraus.
Friesen mit: Laibach, Klose; Boje, Rähme (1), Vormelchert (5), Mohaupt (11), Schönleiter, Berg (5), Scholz (1), Sund (6), Tesmann (2).
Lauchstädt spielte mit: Marx, Kelling; Mates, Pohl (2), Zietemann (5), K.-J. Schönburg (7), Schmädicke (2), Schindler (3), Wusterhausen (5), U. Schönburg (2).
11.12.2000
Handball
Friesen gewinnen unerwartet klar
Bad Lauchstädt verliert in Schafstädt
VfB Bad Lauchstädt – Dessauer HV II 18:20 (7:6). Die Goethestädter begannen in der Schafstädter Sporthalle sehr engagiert und gingen schnell 5:0 in Führung. Danach dominierten auf beiden Seiten die Abwehrreihen. Dessau wurde stärker, und die Gastgeber ließen klare Torchancen aus. In der 21. Minute stand es 5:5. In der torarmen Begegnung vergab der VfB nun zwei Strafwürfe und viele Bälle landeten nur am Pfosten. In dieser Phase und in der Folgezeit zeichnete sich Torhüter Udo Hein besonders aus. Nach der Pause ging Lauchstädt noch einmal mit 8:6 in Führung. Dann der unerklärliche Riss im Spiel. Wieder wurden viele Chancen vergeben und die Gäste führten 12:8. Mitte der zweiten Halbzeit fanden die von Spielertrainer Klaus- Jürgen Schönburg angetriebenen Lauchstädter wieder ins Spiel zurück und kamen bis auf einen Treffer wieder heran. Der verdiente Ausgleich wollte aber nicht gelingen. Die Dessauer, die mit sechs Reservisten aus der zweiten Bundesliga angereist waren, spielten cleverer und routinierter und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Lauchstädt ist zum Ende der ersten Serie auf Platz zehn (11:15 Punkte)
Lauchstädt mit: Kelling, Hein; Zietemann (6), Wusterhausen, Kl.-J. Schönburg (je 4), Schmädicke (3), U. Schönburg (2), Schindler (1), Kastler, Förster, Pohl, Matthes.
08.01.2001
Handball-Verbandsliga
Knapper Auftaktsieg der Friesen
Frankleben gewinnt 25:23 – Tesmann bester Franklebener – VfB Bad Lauchstädt verliert Heimspiel 18:20
VON UNSEREN MITARBEITERN JÜRGEN POHLE UND RÜDIGER SCHMÄDICKE
VfB Bad Lauchstädt – TSV Reichardtswerben 18:20 (11:6). Mit einer blamablen Heim-Niederlage in der Schafstädter Germania-Halle starteten die Lauchstädter in die Verbandsliga-Rückrunde. In den ersten dreißig Minuten lief alles topp beim VfB Bad Lauchstädt. Der Gastgeber hatte den Aufsteiger aus Reichardtswerben von Anfang an in Griff. Die Abwehr der Lauchstädter war beweglich und ließ den gegnerischen Spielern kaum Platz zur Ballabgabe. Im Angriff lief es bei den Hausherren sehr optimal. Über die Stationen von 3:1 wurde der Vorsprung auf 7:2 ausgebaut. Die Goethestädter waren klar spielbestimmend und hatten mit dem Torwart U. Hein einen sehr starken Rückhalt im Gehäuse. Die Gäste (immerhin Tabellensechster) fanden dagegen nicht zu ihrem Spiel. Somit ging es dann auch eigentlich mit einem sehr sicheren Fünftore-Vorsprung in die Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit kam dann ein Bruch ins Lauchstädter Spiel. Zu früh wechselte der Stammsechser, und das Spiel der Hausherren kam ins Stocken. Die Gäste wurden dadurch immer mehr aufgebaut. Der TSV übernahm jetzt das Spielgeschehen, und die Lauchstädter wurden immer hektischer. In dieser Phase vergab man auch noch 100-prozentige Torchanchen, und der Aufsteiger holte Tor um Tor auf. In der 47. Minute glichen die Gäste zum 13:13 aus und gingen dann überraschend selbst mit 15:13 in Führung. Der VfB selbst brachte sich um den schon sicher geglaubten Sieg, da man sich durch zu zeitiges Wechseln selbst aus dem Spielrhythmus brachte und sich manche Spieler bis in die Endphase kämpferisch aufgaben. Der VfB Bad Lauchstädt verlor dadurch Tabellenplatz neun. Mit 11:15 Punkten und 322:343 Toren ist man nun auf Platz 11.
Der VfB Bad Lauchstädt spielte mit: Hein, Kelling; Zietemann (6), Wusterhausen (4), (Pohl (3), Schmädicke, Schindler (je 2), Kl.-J. Schönburg (1), Mates, Bornschein, Utz Schönburg und Förster.
15.01.2001
Handball-Verbandsliga
VfB verliert unglücklich in Halle
PSV Halle – Lauchstädt 28:23 (14:13)
VON UNSEREM MITARBEITER RÜDIGER SCHMÄDICKE
Halle/MZ. Auch in dieser Begegnung stand der VfB zum Ende mit leeren Händen da. Nach gegenseitigen Abtasten beider Mannschaften war es der Gastgeber, der nach zehn Minuten das Spiel an sich riss. Die Gäste spielten ab diesem Zeitpunkt ohne den nötigen Druck zum Tor. Dazu kamen eine schlechte Chanchenverwertung und unnötige Hektik. Der PSV nutzte diese Phase aus und setzte sich 9:4 ab. Erst langsam fanden die Lauchstädter zu ihrem Spielrhythmus zurück und setzten den PSV unter Druck. Zum Ende der ersten Halbzeit waren die Goethestädter spielbestimmend und holten Tor um Tor auf. Mit dem Pausenpfiff erzielten sie den Anschlusstreffer. In den zweiten 30 Spielminuten setzte der VfB seine Aufholjagd fort und konnte nach 37 Minuten zum 16:16 ausgleichen. Jetzt bestimmten die Lauchstädter die Begegnung. In der 41. Minute konnte der überragend spielende Ralf Pohl das 19:17 für den VfB erzielen. Doch der PSV hielt dagegen und hatte in den spielentscheidenden nachfolgenden Minuten die Schiedsrichter auf seiner Seite. Der Gastgeber bekam nun von den schwachen Schiedsrichtern Strafwürfe zugesprochen. Für die Goethestädter gab es dazu noch Zwei-Minuten-Strafen. Die Gäste standen dadurch Mitte der zweiten Halbzeit nur noch mit vier Feldspielern auf dem Parkett und gaben das Spiel dadurch aus der Hand. Der Gastgeber war clever genug, diese großzügigen Entscheidungen zu verwerten. Bad Lauchstädt war nun wieder von der spielerischen Rolle. Der PSV führte 24:22. In der noch einmal gestarteten Aufholjagd gab es drei hintereinander geworfene Pfostentreffer. Der VfB geht schweren Zeiten entgegen, wenn nicht bald wieder Pluspunkte geholt werden.
VfB mit: Kelling, Hein, Mates, Utz Schönburg, K.J. Schönburg; Förster (1), Schmädicke (1), Schindler (1), Pohl (6),
Wusterhausen (6), Zietemann (8).
29.01.2001
Handball-Verbandsliga
Lauchstädt gewinnt gegen den Tabellennachbarn klar
Friesen Frankleben trumpft in eigener Halle groß auf – Berg erzielt die meisten Treffer
VfB Bad Lauchstädt – SV Finken Raguhn 29:23 (16:9). Nach nervösem Beginn der Gastgeber, sie rannten bis zum zehnten Minute ständig einer Gästeführung hinterher, übernahmen sie nach dem 5:5-Ausgleichstreffer die Regie auf dem Parkett. Die Abwehr hatte mit ihrem Torhüter Kelling einen 100-prozentigen Rückhalt, der mit seinen Aktionen die Raguhner zur Verzweiflung brachte. Im Angriff war es der Spielertrainer Kl.-J. Schönburg, der in diesem Spiel überragend war und die gesamte Mannschaft mitriss. Die Lauchstädter spielten einen schnellen Ball im Aufbau und nutzten ihre Chancen konsequent aus. Sie erspielten sich bis zur 19. Minute eine 11:7-Führung. Das gab der Mannschaft Selbstvertrauen. Der VfB strahlte auf allen Positionen Torgefahr aus und war dadurch nicht ausrechenbar. So konnten die Hausherren ihren Vorsprung bis zur Pause auf 16:9 ausbauen. Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste aufgehört hatte. Die Goethestädter waren in ihrem Angriffsspiel nicht zu stoppen. Nach 47 Minuten stand es 23:13 für den VfB. Auch nach diesem klaren Spielstand gaben sich die Raguhner nicht auf. Die Gäste versuchten jetzt, mit einer offensiven Manndeckung das Blatt noch zu wenden. Die letzten zehn Minuten wurden dadurch eine regelrechte Hetzjagd auf beiden Seiten. Beim Stand von 26:16 schalteten die Lauchstädter einen Gang zurück und wechselten erstmalig durch. Ehe dann die richtige Ordnung im Spiel des Gastgebers wieder war, kamen die Raguhner zu Torerfolgen und konnten das Ergebnis zum Ende noch freundlicher gestalten. Auch muss man das Schiedsrichtergespann Rauchfuß/Rauchfuß (Vater und Sohn) lobend erwähnen, die mit ihrer guten Leistung viel zur Fairness dieser Begegnung beigetragen haben. Lauchstädt hat nun 13:19 Punkte (Platz 10). Raguhn liegt punktgleich dahinter.
VfB spielte mit: Kelling, Hein; Kl.-J. Schönburg (11), Zietemann (9), Pohl (5), Wusterhausen und Utz Schönburg (je 2), Mates, Schindler, Storch, Förster, Nowack.
19.02.2001
Handball-Verbandsliga
Aufstellungsprobleme sorgen für viel Hektik
VfB Bad Lauchstädt – Jessener SV 20:25 (9:10) – VfB nun Elfter
VON UNSEREM MITARBEITER RÜDIGER SCHMÄDICKE
Bad Lauchstädt/MZ. Gegen den Spitzenreiter hatten die Lauchstädter sich einiges versprochen. Doch dann musste der VfB auch noch die Mannschaft vollkommen umstellen (Ausfall von Wusterhausen). Die Jessener zogen von Beginn an ein schnelles Angriffsspiel auf. Der VfB hielt diesen Druck stand und erspielte sich selber gute Tormöglichkeiten. Aber eine sehr harte Gäste- Deckung und auftretende technische Fehler der Hausherren, bracht den Tabellenführer immer wieder in Ballbesitz. Nach elf Minuten stand es 6:3 für Jessen. In der 19. Minute dann das 7:7. Führungsmöglichkeiten gab es genug für den VfB, wenn da die Nervosität nicht gewesen wäre. Kurz vor der Pause vergaben die Goethestädter die Chance zum zehnten Treffer wiederum durch einen technischen Fehler. Dann war von den Gastgebern nicht viel zu sehen, ihr Spiel wurde von Hektik bestimmt. Die Gäste schafften nach 40 Minuten eine Vorentscheidung (16:10). Was dem VfB in dieser Phase fehlte war der notwendige Druck aus dem Rückraum. Die Gastgeber gaben sich aber nicht auf und konnten noch einmal zum 15:17 aufschließen. Jessen deckte jetzt offensiverer und zwang den VfB dadurch aus dem Rückraum zu werfen. Aber das ist zurzeit der wunde Punkt beim Gastgeber. Der Tabellenführer übernahm das Zepter und brachte die Führung über die Zeit. Lauchstädt ist nun mit 13:23 Punkten auf Platz 11.
Bad Lauchstädt mit: Kelling, Förster; Mates, Stephan, Hoffmann, Schmidt, Schindler (1), Pohl, Nowak (je 2), Utz Schönburg (4), K.-J. Schönburg (3), Zietemann (8).
26.02.2001
Handball
Der nötige Biss fehlte
Bernburg – VfB 34:22
Bernburg/MZ. In der Verbandsliga gewinnt Anhalt Bernburg II gegen den VfB Bad Lauchstädt 34:22 (18:11). Nach gutem Spielbeginn der Lauchstädter, sie führten 4:2, schlichen sich erneut Konzentrationsmängel ein. Im Angriff leistete man sich fünf Fehler in Form von Abspiel-, Fang und technische hintereinander. Das war der Knackpunkt mit in dieser Begegnung. Der Gastgeber zog mit 9:6 in Front. Der VfB fand keine Einstellung mehr zum Spiel. Ohne den nötigen Druck im Angriff auf allen Positionen zu entwickeln, hatten die Bernburger leichtes Spiel. Auch zeigte die Deckung große Schwächen gegen das quirlige Spiel der Hausherren. Dadurch konnten sie sich bis zur Pause schon beruhigend absetzen. In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Der VfB wollte, konnte aber nicht. So zogen die Bernburger weiter ihr Spiel auf. Bei den Lauchstädtern fehlte an diesem Tag bei einigen Spielern auch der nötige Biss. Wenn dadurch die Verantwortung nur auf zwei bis drei Leute lastet, ist das gegen eine Spitzenmannschaft viel zu wenig.
Lauchstädt mit: Förster, Kelling; Schindler, Schmädicke, Stephan, Nowak, Zietemann (10), Kl.-J. Schönburg (5), Wusterhausen, Hoffmann, Utz Schönburg (je 2), Pohl (1).
05.03.2001
Handball – Verbandsliga
Siegtreffer Sekunden vor dem Schlusspfiff
VfB Bad Lauchstädt – SV Steuden 21:20 (10:9)
VON UNSEREM MITARBEITER RÜDIGER SCHÄDICKE
Schafstädt/MZ. Diese Begegnung wurde zum klassisches Ortsderby. Bekanntlich ist die Germania-Halle Heimstätte für beide Teams. In diesem Spiel schenkten sich beide Mannschaften nichts. Nervosität und Hektik auf beiden Seiten, ausgelassene Torchancen und technische Fehler prägten die ersten 15 Minuten. Die Steudener lagen zu diesem Zeitpunkt mit 5:3 in Führung. Die Lauchstädter scheiterten in dieser Phase am sehr gut haltenden Gästetorwart, und an ihrer Nervosität. Nach dem Ausgleichstreffer kam der VfB wieder ins Spiel. Die Mannschaft stand in der Abwehr jetzt sicherer und im Angriff wurden die Chancen genutzt. Der Gastgeber ging mit 7:5 in Führung. Doch die Gäste konnten kurz vor der Pause den 9:9-Ausgleichstreffer erzielen. Mit einem verwandelten Siebenmeterwurf zur 7:9-Führung für die Bad Lauchstädter ging es in die Kabinen. Die zweite Halbzeit war dann nur noch ein Kampfspiel. Keiner Mannschaft gelang es, sich entscheidend abzusetzen. Mit ausschlaggebend war dafür die unnötige Härte beider Teams. So konnte einfach kein schönes Handballspiel den zahlreichen Zuschauern geboten werden. Den Gastgebern gelang es aber trotz der hektischen Phase, sich mit 18:15 abzusetzen. Doch zwei Pfostenwürfe und Foulspiel brachten die Steudener wieder heran. Sie übernahmen das spielerische Zepter und nutzten die aufkommende Verunsicherung des Hausherren. Die Gäste lagen in der 57. Minute mit 20:18 in Front. Aber in der hektischen Schlussphase behielten die Goethestädter endlich einmal die Nerven und kamen zehn Sekunden vor Spielende noch zum glücklichen Siegtreffer.
Der VfB Bad Lauchstädt spielte mit: Kelling, Förster; Zietemann (11), Nowak (4), Wusterhausen (3), Hoffmann, Schmädicke, K.-J. Schönburg (je 1), Stephan, Pohl, Schindler und Utz Schönburg.
12.03.2001
Handball
Eine klare Niederlage
Radis – VfB 30:20 (15:8)
Radis/MZ. In der Handball-Verbandsliga besiegt Radis den VfB Bad Lauchstädt. Der VfB schafft es einfach nicht, seine Auswärtsspiele positiv zu gestalten. Die Ursache dafür liegt in den verschiedensten Bereichen. Momentaner Knackpunkt ist der nötige Druck aus dem Rückraum. Gegen den Gastgeber hielt man wiederum gut dagegen (17. Minute 6:6). Doch dann tritt eine Phase ein, wo die Mannschaft Nerven zeigt. Da reichen ein, zwei technische Fehler oder Würfe aus dem Rückraum, die abgefangen werden und der Gegner zu leichten Kontertoren kommt. So war es auch gegen die Radiser. Plötzlich stand es 11:7 für die Hausherren. Bad Lauchstädt versuchte, weiter mitzuspielen, scheiterte aber immer wieder an der Deckung. Nach der Halbzeit lief es im Angriff besser. Doch die Abwehrarbeit war katastrophal. Es fehlte die notwendige Zuordnung. Dadurch schaffte der Gegner es mit Leichtigkeit, seine Tore vom Kreis zu werfen. So konnten die Gastgeber bis zum Ende ihr Spiel gestalten, ohne jemals ernsthaft durch die Lauchstädter in Verlegenheit gebracht zu werden. Die kämpferische Einstellung war zwar da, aber es fehlte die spielerische Umsetzung.
VfB Bad Lauchstädt: Kellig, Förster; Conrad, Nowak, Utz Schönburg (je 1), Schindler (5); Zietmann, Wusterhausen (je 6), Schmidt, Stephan, Schmädicke, Schönburg.
26.03.2001
Handball-Verbandsliga
Torsten Langner wirft die Friesen auf Platz sechs
Der VfB Bad Lauchstädt hat nun plötzlich sehr große Abstiegssorgen
SG Kühnau – VfB Lauchstädt 26:25 (13:14). Nach einem großartigen Spiel stand der VfB zum Schluss mit leeren Händen da. In dieser Begegnung schenkten sich beide Mannschaften nichts. Der Gastgeber bestimmte in der Anfangsphase das Spiel. Die Lauchstädter waren im Abwehrverhalten zu lasch. Kühnau setzte sich mit 9:6 ab. Der VfB kämpfte sich immer wieder ran und kam erstmalig zum Ausgleichstreffer (23.). So gut wie es im Angriff lief, so schlecht stand aber auch die Deckung. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit bekamen die Lauchstädter den Gastgeber in Griff. Mit dem Pausenpfiff gelang auch gleichzeitig die Führung in diesem Spiel. In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit war es noch ein ständiges Auf und Ab zwischen beiden Teams. Doch die Lauchstädter wurden im Angriff immer stärker. Bis zur 50. Minute hatte man sich mit 23:18 abgesetzt. Leider kann man sich nicht erklären, was sich dann in den letzten Spielminuten ereignete. Technische Fehler, zwei verworfene Siebenmeter und zwei Pfostentreffer waren des Unglücks Lauf. Natürlich hätte man zum Ende noch einen Punkt mitnehmen können, aber die Mannschaft wollte einen Sieg und hat leider alles verloren.
VfB mit: Förster, Kelling; Zietemann (7), Kl.-J. Schönburg (6), Schmädicke und Wusterhausen (je 5), Pohl, Schindler (je 1), Bornschein, Nowak, Mates.
23.04.2001
Handball-Verbandsliga
Friesen verliert letztes Spiel klar
Schwache Franklebener ohne Kampfgeist – Remis bringt den Lauchstädtern noch Tabellenplatz zwölf
VON JÜRGEN POHLE UND RÜDIGER SCHMÄDICKE
Dessauer HV – VfB Bad Lauchstädt 21:21 (10:10). Für Bad Lauchstädt reichte dieser Punkt zum Klassenerhalt. Nach furiosem Beginn (Spiel fand in Schafstädt statt) führte der VfB sicher mit 6:1. Dann kippte das Spiel wieder einmal. Der Spielfaden ging verloren und der VfB agierte im Angriff zu harmlos. Die Dessauer kamen immer mehr in Fahrt und rissen das Spiel an sich. Plötzlich lagen die Goethestädter mit zwei Toren hinten. Doch die Mannschaft kämpfte sich wieder heran und konnte bis zur Pause das Spiel wieder offen gestalten. In der zweiten Halbzeit war der VfB kämpferisch besser eingestellt. Die Spieler zeigten, dass sie eigentlich zu Unrecht am Tabellenende stehen. Die Lauchstädter führten dann in den zweiten 30 Minuten von Beginn an. Man hatte sich in der Abwehr auf die starken Rückraum-Schützen der Dessauer eingestellt.
Der VfB konnte sich erst in der Schlussphase spielentscheidend absetzen und hatte aber noch genügend Möglichkeiten, Tore zu werfen. Leider vergab man diese Chancen leichtfertig. Das rächte sich am Ende wieder einmal. Mit dem Schlusspfiff stand es 21:20 für den VfB. Dessau bekam noch einen Freiwurf zugesprochen, aber kein Lauchstädter Spieler bemerkte das Zeichen der Schiris, das noch drei Sekunden nachzuspielen sind. So konnten die Dessauer den Ball noch einmal abspielen und erzielten noch den Ausgleich.
Bad Lauchstädt spielte mit: Förster, Stephan; Zietemann (8), Schmädicke (5), Bornschein (4), Nowak (3), Pohl (1), Wusterhausen, Schindler, Klaus-Jürgen Schönburg
Bad Lauchstädt/MZ. Zum Relegationsspiel um den Verbleib in der Verbandsliga müssen die Lauchstädter zum Auswärtsspiel nach Magdeburg reisen.
